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TurfVoice · Sportredaktion aus Wien

Zuletzt aktualisiert: 24. August 2026

Redaktion
TurfVoice

Titelseite · Ausgabe August 2026

Arenen, Regeln und die Kultur rund um das Match

Sieben Sportarten, ein Blickwinkel: Wir erklären Spielstätten, Regelwerke und Formate — Stücke, die auch in einem halben Jahr noch stimmen.

Aufmacher · Fußball

Die Linien des Spielfelds und die ruhenden Bälle

Ein Spielfeld ist zuerst eine Zeichnung. Strafraum, Torraum, Mittelkreis und der Viertelkreis an der Ecke sagen jeder Person auf dem Rasen, wo sie stehen darf und wo nicht. Wer diese Kreide liest, versteht, warum ausgerechnet die ruhenden Bälle so oft den Ausschlag geben — und warum im Training mehr Zeit auf Anlaufwinkel als auf Schusstechnik fällt.

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Schwerpunkte

Drei Sammlungen quer durch die Ressorts. Der Wechsel blendet die bereits geladene Auswahl um; nachgeladen wird nichts.

Wie ein Regeltext in eine Entscheidung auf dem Feld übersetzt wird.

Aus den Ressorts

Vier Ressorts, je zwei Stücke. Der ganze Bestand einer Sportart steht auf der jeweiligen Ressortseite.

Fußball

6 Beiträge

  • Dicht gestaffelte gelbe Sitzreihen einer Stadiontribüne
    Tribünenreihen vor dem Einlass

    Regelkunde

    Abseits: Linie, Phase und der Zweifel

    Die Regel ist kurz, die Auslegung ist lang. Wer die Phase des Zuspiels versteht, streitet danach über andere Dinge.

    Katrin Aigner · 15. August 2026

  • Fankultur

    Fankultur in den Regionalligen

    Kleine Tribünen, kurze Wege, ein Vereinsheim mit Schlüsselgewalt.

    Katrin Aigner · 8. August 2026

Alle Beiträge im Ressort Fußball

Volleyball

5 Beiträge

Alle Beiträge im Ressort Volleyball

Basketball

5 Beiträge

  • Freiplatz mit kräftig gefärbter Bodenmarkierung und Korbanlage
    Markierung eines Freiplatzes

    Regelkunde

    Warum die Dreierlinie nicht überall gleich aussieht

    Auf dem Freiplatz ist der Bogen oft nur gemalt, in der Halle ist er vermessen. Der Unterschied verändert jeden Abschluss.

    Bernhard Leitner · 17. August 2026

  • Infrastruktur

    Was eine Halle schnell macht

    Boden, Linien, Ringe, Licht: vier Größen, die den Rhythmus eines Spiels prägen.

    Bernhard Leitner · 20. August 2026

Alle Beiträge im Ressort Basketball

Tennis

5 Beiträge

  • Ausschnitt der weißen Linienmarkierung auf einem Sandplatz
    Linie auf Sand, kurz nach dem Abziehen

    Regelkunde

    Tie-Break und Entscheidungssatz

    Warum ein Satz manchmal in einer Kurzform endet und warum sich die großen Bewerbe lange nicht einig waren.

    Sophie Wallner · 15. August 2026

  • Handwerk

    Wie ein Matchblatt gelesen wird

    Aufschlagfolge, Seitenwechsel, Satzverlauf: ein Protokoll erzählt den Verlauf genauer als jede Erinnerung.

    Sophie Wallner · 10. August 2026

Alle Beiträge im Ressort Tennis

Fußball · Analyse

Die Linien des Spielfelds und die ruhenden Bälle

Nahaufnahme eines gespannten Tornetzes, dahinter eine unscharfe Gestalt
Hinter dem Netz endet die Diskussion. Davor beginnt sie mit der Frage, wo eine Linie verläuft.

Ein Spielfeld sieht aus wie eine grüne Fläche mit ein paar weißen Strichen. Tatsächlich ist es der kürzeste vorstellbare Text des Regelwerks. Jede Linie erzeugt gleichzeitig eine Erlaubnis und ein Verbot, und fast jede Auseinandersetzung um eine Entscheidung dreht sich am Ende darum, auf welcher Seite einer Markierung etwas stattgefunden hat.

Die Maße sind dabei erstaunlich großzügig gefasst. Für internationale Partien liegt die Länge im Bereich zwischen 100 und 110 Metern, die Breite zwischen 64 und 75 Metern. Zwei Spielstätten können also beide vollständig regelkonform sein und trotzdem deutlich unterschiedliche Räume anbieten. Wer schmal baut, bekommt engere Flügel; wer breit baut, verlangt seinen Außenleuten mehr Laufweg ab.

Der Bogen am Strafraum

Der Halbkreis am Strafraumrand ist die am häufigsten missverstandene Markierung. Er gehört nicht zum Strafraum. Er hält lediglich den vorgeschriebenen Abstand von 9,15 Metern zum Strafstoßpunkt fest, damit beim Strafstoß niemand zu nah steht. Dieselbe Zahl kehrt im Mittelkreis wieder, und sie steckt auch im Abstand, den eine Mauer bei einem Freistoß halten muss. Ein einziges Maß organisiert damit drei völlig verschiedene Situationen.

Der Viertelkreis an jeder Ecke hat einen Radius von einem Meter und legt fest, wo der Ball beim Eckball liegen darf. Auch das klingt nach Kleinkram, verschiebt aber den Winkel, aus dem eine Hereingabe kommt. Trainerinnen und Trainer arbeiten mit genau diesen Zentimetern, wenn sie eine Variante einstudieren.

Wer die Kreide liest, sieht die Absicht dahinter: Jede Linie verteilt Raum, bevor irgendjemand den Ball berührt hat.

Aus der Redaktion

Warum ruhende Bälle so viel Raum bekommen

Im laufenden Spiel entstehen Situationen zufällig. Bei einem ruhenden Ball beginnt alles aus dem Stand, und damit wird die Anordnung planbar. Genau deshalb bekommen Eckbälle, Freistöße aus dem Halbfeld und weite Einwürfe im Training so viel Zeit: Es ist der einzige Moment, in dem sich eine Mannschaft die Ausgangsposition selbst aussuchen darf. Die Kunst liegt weniger im Zuspiel als in der Bewegung davor — im gemeinsamen Anlaufen, im Blocken von Laufwegen, im Timing des Freilaufens.

Der Einwurf als vergessene Standardsituation

Der Einwurf gilt vielen als Unterbrechung, ist aber die häufigste Spielfortsetzung überhaupt. Er hat eigene Regeln: beide Füße auf oder hinter der Seitenlinie, der Ball hinter und über dem Kopf, keine Abseitsstellung. Wer diese Bedingungen ernst nimmt, kann daraus eine strukturierte Fortsetzung bauen. Im tiefen Feld ist ein sauberer Einwurf oft wertvoller als ein riskanter langer Ball, weil er den Aufbau nicht verschenkt.

Was davon auf dem Trainingsplatz übrig bleibt

Ein großer Teil der Arbeit an ruhenden Bällen findet ohne Gegner statt: Anlaufwinkel, Abstände, Zuständigkeiten, Absicherung hinter dem Ball. Der Rest ist Wiederholung. Wer eine Mannschaft über Wochen dabei beobachtet, sieht, dass sich kaum die Idee ändert, sondern nur die Genauigkeit — und dass die Kreide am Boden dabei immer die stille Vorgabe bleibt.

Standpunkte

Vier Kolumnen aus der Redaktion. Persönliche Sicht, klar als solche gekennzeichnet.

Eine Halle erzählt mehr über einen Verein als jedes Leitbild.

Die Spielstätte ist das ehrlichste Dokument

Wer wissen will, wie ein Verein arbeitet, muss nicht auf das Spielfeld schauen, sondern auf den Gang dahinter: Wie breit ist die Auslaufzone, wo steht der Ordnerdienst, wie viele Sportarten teilen sich denselben Boden. Antworten darauf verraten, welche Kompromisse jemand jede Woche aushält.

Katrin AignerFußball, Infrastruktur

Taktik ist selten neu. Neu ist nur die Genauigkeit.

Gegen die Mode der ständigen Neuerfindung

Deckungsformationen im Handball und Aufstellungen im Basketball wechseln viel seltener, als es in der Beschreibung klingt. Was sich ändert, ist die Sorgfalt in den Abständen und die Abstimmung der Schritte. Das klingt weniger spektakulär und erklärt einen Saisonverlauf besser als jede neue Bezeichnung.

Bernhard LeitnerHandball, Basketball

Regeln sind kein Hindernis. Sie sind der Text, den alle mitlesen dürfen.

Warum ein Regelwerk Publikum verdient

Im Volleyball entscheidet die Rotation über die halbe Ordnung auf dem Feld, im Tennis der Zählmodus über den Verlauf eines Satzes. Beides steht öffentlich nachlesbar fest. Ein Publikum, das die Regel kennt, streitet nicht weniger, aber es streitet über die richtigen Fragen.

Sophie WallnerVolleyball, Tennis

Die stille Minute in der Ecke ist der ehrlichste Teil eines Abends.

Handwerk schlägt Show

Im Boxen und im Eishockey wird viel über Härte gesprochen und wenig über Routine. Dabei besteht der größere Teil beider Sportarten aus Wiederholung: Handgriffe in der Ecke, Wechsel an der Bande, dieselbe Bewegung, bis sie sitzt. Wer nur die lauten Momente zeigt, unterschlägt die Arbeit dahinter.

Tobias ReindlBoxen, Eishockey

Terminkalender

Langfristig angekündigte Fixpunkte für den Rest des Sommers und den September. Ohne Anstoßzeiten, ohne Paarungen, ohne Ergebnisse.

Angekündigte Termine im österreichischen und europäischen Sportkalender, Ende August bis Ende September 2026.
Zeitraum Sportart Ereignis Ort Status
Ende August 2026
Ende AugustFußballAuslosung der Ligaphase der UEFA-KlubbewerbeMonacoAuslosung
Ende AugustTennisUS Open, erste TurnierwocheNew York, USAGrand Slam
Letzte AugustwocheBasketballVorbereitungsspiele der KlubsÖsterreichVorbereitung
September 2026
Anfang SeptemberFußballEnde der SommertransferperiodeEuropaFristende
Anfang SeptemberFußballLänderspielfenster der FIFAinternationalQualifikation
Anfang SeptemberHandballSaisonstart der Handball Liga AustriaÖsterreichLigastart
Mitte SeptemberFußballStart der Ligaphase der UEFA Champions LeagueEuropaLigastart
Mitte SeptemberHandballStart der Gruppenphase der EHF Champions LeagueEuropaGruppenphase
Mitte SeptemberEishockeySaisonstart der ICE Hockey LeagueÖsterreich und NachbarländerLigastart
Zweite SeptemberhälfteFußballStart der Ligaphase von Europa League und Conference LeagueEuropaLigastart
Ende SeptemberVolleyballSaisonstart der nationalen LigenÖsterreich und EuropaLigastart
Ende SeptemberBoxenBeginn der Wettkampfsaison im AmateurboxenEuropaSaisonauftakt

Aufgenommen wurden ausschließlich langfristig angekündigte Termine, die den Rahmen einer Saison abstecken — Ligastarts, Auslosungen, Fristen. Die genauen Tage legen die Veranstalter fest und ändern sie mitunter kurzfristig; bitte prüfen Sie sie vor einer Reise bei der jeweiligen Liga.

Ring, Halle, Eisfläche

Drei Ressorts, in denen die Spielstätte besonders viel über das Spiel verrät.

Boxen

5 Beiträge

  • Regelkunde

    Wie Punktrichter eine Runde werten

    Zehn Punkte für die bessere Seite, weniger für die andere: Das klingt einfach und ist es nicht, sobald vier Kriterien gleichzeitig gegeneinander abgewogen werden.

    Tobias Reindl · 16. August 2026

  • Handwerk

    Die Ecke: sechzig Sekunden Arbeit

    Zwischen zwei Runden bleibt eine knappe Minute. Was in dieser Zeit passiert, ist selten Motivation und fast immer Handwerk.

    Tobias Reindl · 9. August 2026

Alle Beiträge im Ressort Boxen

Handball

5 Beiträge

  • Blick über eine Sporthalle mit Parkettboden, farbiger Markierung und besetzten Rängen
    Hallenparkett mit Spielfeldmarkierung

    Regelkunde

    Der Siebenmeter und die Kunst des Wartens

    Der Wurf von der Linie ist selten eine Frage der Kraft. Er ist ein Duell zweier Leute, die beide zu früh nichts tun dürfen.

    Bernhard Leitner · 19. August 2026

  • Taktik

    Sechs-Null oder Fünf-Eins: zwei Arten zu verteidigen

    Die eine Formation wartet, die andere stört. Beide verlangen von der Halle kurze Wege und einen Boden, der nicht rutscht.

    Bernhard Leitner · 13. August 2026

Alle Beiträge im Ressort Handball

Eishockey

5 Beiträge

  • Leere Eisfläche mit weißen Banden und einem Tor an der Stirnseite
    Eisfläche vor dem ersten Bully

    Regelkunde

    Regeln, über die die Ränge streiten

    Offside an der blauen Linie, unerlaubter Weitschuss, kleine und große Strafen: Vier Begriffe erklären fast jede laute Diskussion auf der Tribüne.

    Tobias Reindl · 18. August 2026

  • Infrastruktur

    Wie Eis entsteht und warum Banden unterschiedlich hart sind

    Zwei Pausen, zwei Durchgänge der Maschine, ein dünner Wasserfilm — und ringsum eine Konstruktion, die nachgeben soll, ohne nachzugeben.

    Katrin Aigner · 12. August 2026

Alle Beiträge im Ressort Eishockey

Infrastruktur · Führung durch Hallen, Eisflächen und Freiplätze

Was eine Halle schnell macht

Blick von der Tribüne auf ein Hallenfeld im Abendlicht, Zuschauerreihen im Vordergrund
Halleninneres am Abend: Ein voller Rang verändert den Klang eines Spielfelds mehr als jede Deckenverkleidung.

Wer eine Halle zum ersten Mal ohne Publikum sieht, hört sie zuerst. Der Ball kommt vom Boden zurück, der Schall läuft an die Decke, und ein einzelner Zuruf trägt weiter als draußen ein ganzer Chor. Diese akustische Eigenart ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Bauentscheidungen, die lange vor dem ersten Match getroffen wurden.

Der Boden ist das Herzstück. Ein federnder Schwingboden nimmt Landungen auf und gibt Energie zurück; ein starrer Belag ist langlebiger, verlangt den Gelenken aber mehr ab. Beide Varianten sind zulässig, und beide verändern das Spiel: Auf einem schnellen Boden kommt der Ball höher zurück, Antritte wirken kürzer, und der Rhythmus wird kleinteiliger.

Vier Größen, die den Rhythmus machen

  1. Der Belag

    Schwingend oder starr, frisch versiegelt oder abgespielt — davon hängt ab, wie berechenbar der erste Kontakt nach dem Dribbling ist.

  2. Die Markierung

    Mehrfachnutzung heißt Mehrfachlinien. Je mehr Sportarten eine Halle teilt, desto wichtiger wird die farbliche Trennung, damit im Blickwinkel niemand die falsche Linie liest.

  3. Die Ringe und die Netzhöhe

    Nachgiebige Ringe verändern den Abpraller und schonen die Konstruktion. Im Volleyball ist es die Netzhöhe, die zwischen den Bewerben wechselt und jede Blockarbeit neu justiert.

  4. Das Licht

    Gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung entscheidet darüber, ob ein Wurf aus der Ecke dieselbe Referenz hat wie einer von der Strafwurflinie.

Akustik ist Verständigung, nicht Dekoration

Eine Halle mit vielen harten Flächen wirft den Schall zurück, bis Anweisungen ineinanderlaufen. Der Nachhall verlängert jedes Geräusch, und ab einer gewissen Länge hört eine Zuspielerin die eigene Ansage nicht mehr sauber zurück. Deshalb hängen an Decken und Wänden vieler moderner Spielstätten Absorber, die aussehen wie Verkleidung und in Wahrheit Verständigung ermöglichen. Bei voller Tribüne übernehmen die Menschen selbst einen Teil dieser Aufgabe — ein voller Saal klingt trockener als ein leerer, und genau darum wirkt dieselbe Halle im Training und am Spielabend wie zwei verschiedene Räume.

Dazu kommen die Wege. Kabinengang, Auslaufzone hinter der Grundlinie, Platz für Aufsicht und Ordnerdienst: Was in der Planung als Nebensache erscheint, prägt später den Ablauf eines ganzen Abends. Hallen, die für Handball, Volleyball, Basketball und Konzerte gleichzeitig gedacht sind, tragen diese Kompromisse sichtbar mit sich herum.

Die Eisfläche ist ein Bauteil mit Wartungsplan

Auf dem Eis verschiebt sich alles. Unter der Fläche liegt ein Rohrsystem, das die Kälte gleichmäßig verteilen soll; darüber wächst das Eis in dünnen Schichten, bis es die gewünschte Stärke erreicht. In den Pausen fährt die Maschine die Fläche ab, hobelt die aufgeraute Schicht weg und legt einen dünnen Wasserfilm nach, der wieder gefriert. Ohne diese Routine würde die Fläche im letzten Drittel merklich langsamer; Kufen finden dann weniger Kante, und Pässe springen.

Die Bande ringsum ist kein bloßer Zaun. Sie besteht aus Segmenten, die in ihrer Nachgiebigkeit abgestimmt sind: An den Rundungen soll sie Energie aufnehmen, an den Geraden berechenbar zurückgeben. Wer je zwei Hallen hintereinander gesehen hat, kennt den Unterschied — in der einen springt die Scheibe aus der Ecke weit heraus, in der anderen bleibt sie liegen. Beides ist regelkonform, beides verändert die Spielweise hinter dem Tor.

Draußen gelten andere Regeln

Auf dem Freiplatz fällt fast alles davon weg. Der Belag ist Asphalt, Kunststoff oder Sand, das Licht kommt vom Himmel, der Schall verschwindet. Im Sand kommt eine eigene Physik dazu: Jeder Schritt kostet Kraft, jede Landung ist weich, und die Tiefe der Schicht ist so streng vorgegeben wie in der Halle die Deckenhöhe. Übrig bleiben Netz, Linie und Wind — und genau deshalb sind Freiplätze der ehrlichste Ort, um zu sehen, wie viel von einer Halle wirklich Ausstattung ist und wie viel Gewohnheit.

Korbnetz von unten vor hellem Hintergrund
Netz von unten: der einzige Teil der Anlage, der nachgibt.
Übungseinheit auf einer Eisfläche, mehrere Figuren klein im Hintergrund
Eine Einheit am Vormittag: Das Eis ist dann am ruhigsten.
Sandfläche eines Beachfeldes am Ufer, dahinter eine mit Graffiti bemalte Mauer
Sandfläche am Ufer: Ausstattung auf das Nötigste reduziert.

Glossar aus sieben Sportarten

Begriffe, die in unseren Stücken immer wieder vorkommen — kurz erklärt, ohne Fachjargon.

FußballRuhender Ball
Sammelbegriff für alle Spielfortsetzungen aus dem Stand: Eckball, Freistoß, Einwurf, Strafstoß, Abstoß. Weil die Ausgangslage planbar ist, werden diese Situationen im Training häufiger geprobt als jede andere Spielform.
FußballAbseitsposition
Eine Position ist dann fraglich, wenn eine Angreiferin oder ein Angreifer im Moment des Zuspiels näher zur gegnerischen Torlinie steht als Ball und vorletzte gegnerische Person. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Zuspiels, nicht der Zeitpunkt der Annahme.
VolleyballRotation
Nach jedem gewonnenen Aufschlagrecht rücken alle sechs Leute im Uhrzeigersinn eine Position weiter. Die Reihenfolge bleibt über den ganzen Satz erhalten; abweichen darf man erst, wenn der Aufschlag ausgeführt ist.
VolleyballLibero
Die Rolle in der Annahme und Abwehr, erkennbar am andersfarbigen Trikot. Sie darf frei für Leute der hinteren Reihe eingewechselt werden, aber nicht aufschlagen, nicht blocken und über Netzhöhe keinen Angriff abschließen.
BasketballWurfuhr
Die Uhr, die den Angriff begrenzt. Sie zwingt zu einem Abschluss innerhalb einer festen Frist und ist der Grund dafür, dass ein Angriff im Basketball einen erkennbaren Spannungsbogen hat.
BasketballRebound
Das Sichern des Balls nach einem missglückten Wurf. Der Zweikampf um diesen Ball entscheidet, ob ein Angriff eine zweite Gelegenheit bekommt, und er erklärt, warum die Aufstellung unter dem Korb so streng geregelt ist.
TennisTie-Break
Die Kurzform am Satzende: Steht es sechs zu sechs, wird ein eigener Durchgang gespielt, in dem bis sieben Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gezählt wird. Der Aufschlag wechselt nach dem ersten Punkt und danach jeweils nach zwei Punkten.
TennisEntscheidungssatz
Der letzte Satz einer Partie. Die großen Turniere handhaben ihn seit Jahren einheitlicher als früher: statt eines endlos verlängerten Satzes eine verlängerte Kurzform, die bei zehn Punkten endet. Der Grund war schlicht die Dauer einzelner Partien.
BoxenZehn-Punkte-System
Die übliche Rundenwertung: Die überlegene Seite erhält zehn Punkte, die andere weniger — je nach Verlauf einen, zwei oder drei Punkte weniger. Drei Punktrichter werten unabhängig voneinander, ihre Karten ergeben am Ende das Gesamtbild.
BoxenAnzählen
Die Unterbrechung, in der die Ringrichterin oder der Ringrichter prüft, ob jemand fortsetzen kann. Sie dient dem Schutz und nicht der Dramaturgie; im Amateurbereich wird sie strenger und früher angewandt als im Profiregelwerk.
HandballDeckungsformation
Kurzschreibweise für die Staffelung der Abwehr. Bei einer Sechs-Null-Deckung stehen alle sechs Feldleute auf einer Linie vor dem Torraum; bei einer Fünf-Eins löst sich eine Person heraus und stört den Aufbau früher. Die erste Variante wartet, die zweite greift an.
HandballKreisläufer
Die Rolle, die dauerhaft an der Torraumlinie zwischen den Abwehrleuten arbeitet: Sperren stellen, Lücken öffnen, kurze Anspiele verwerten. Ohne diese Rolle bleibt der Rückraum ohne Raum.
EishockeyBully
Der Anspielpunkt, an dem das Spiel nach jeder Unterbrechung fortgesetzt wird. Auf der Fläche sind die Punkte fest markiert, damit klar ist, wo die Fortsetzung räumlich stattfindet.
EishockeyUnerlaubter Weitschuss
Ein Befreiungsschlag über mehrere Linien hinweg, der geahndet wird, damit eine unter Druck stehende Mannschaft sich nicht dauerhaft durch weite Schüsse Luft verschafft. Umgangssprachlich hat sich dafür der englische Begriff Icing eingebürgert.

Häufige Fragen

Redaktionelle Standards und Korrekturen

TurfVoice erklärt Sport, statt ihn zu vermelden. Wir schreiben über Regelwerke, Spielstätten, Formate und Fankultur und verzichten bewusst auf Ergebnisdienste, Tabellen des laufenden Spieltags und alles, was innerhalb einer Stunde veraltet. Wer Ergebnisse sucht, ist bei den Ligen und Verbänden besser aufgehoben. Jede Sportart hat ein eigenes Ressort; dort steht der vollständige Bestand samt älteren Stücken.

Zahlen nennen wir nur dort, wo sie im Regelwerk oder in einer Bauvorschrift festgeschrieben sind. Wo wir eine Größenordnung nicht belegen können, beschreiben wir sie in Worten. Namen von Klubs, Ligen und Veranstaltungen stehen ausschließlich als Bezeichnung des Gegenstands, nie als Hinweis auf eine Zusammenarbeit.

Korrekturen behandeln wir sichtbar: Wird ein inhaltlicher Fehler bestätigt, ändern wir den Text und vermerken die Änderung am Ende des Beitrags. Rein sprachliche Glättungen bleiben unvermerkt. Hinweise nehmen wir unter newsroom@turfvoice.com entgegen; bitte nennen Sie Seite und Textstelle.

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  • Katrin AignerFußball, Infrastruktur
  • Bernhard LeitnerHandball, Basketball
  • Sophie WallnerVolleyball, Tennis
  • Tobias ReindlBoxen, Eishockey